Bei der #22kill Push-Up-Challenge geht es darum, 22 Tage lang täglich 22 Liegestütze zu machen und jeweils eine Person zu nominieren, um auf Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) aufmerksam zu machen. Die Push-Ups müssen anhand von Videos oder Fotos dokumentiert und entweder auf Facebook oder anderen Kanälen veröffentlicht werden. Meine Teilnahme an der #22kill Push-Up-Challenge kannst du auf Facebook verfolgen, denn ich habe meine Videos öffentlich geteilt. Im folgenden möchte ich dich auf PTBS aufmerksam machen, aber dir auch anhand der Challenge aufzeigen, wie du persönlich davon profitieren kannst und du gleichzeitig dein Wissen erweiterst.

Hintergrund der #22kill Push-Up-Challenge

Ursprünglich stammt die Challenge aus den USA. Mehrere Soldaten wollten darauf aufmerksam machen, dass täglich durchschnittlich 22 Soldaten Suizid begehen. Gründe für die Suizide sind PTBS, die durch traumatische Erlebnisse entstehen. Bei den Soldaten sind es die furchtbaren Kriegserlebnisse. Es sind aufdrängende Erinnerungen an das traumatische Ereignis. Die Lebensqualität wird davon massiv beeinflusst und die Menschen erinnern sich tagtäglich während unterschiedlicher Situationen an die schrecklichen Bilder des Krieges. Doch es gibt auch Mütter und Kinder in Deutschland und auf der ganzen Welt, die an posttraumatischen Belastungsstörungen leiden. Und das war für mich einer der Gründe, auf die Challenge aufmerksam zu machen! Wie dramatisch diese Krankheit ist, wird an der Selbsttötungsrate der Soldaten in den USA ersichtlich ⇨ #22kill ????.

Durch die Challenge habe ich mehr über PTBS erfahren, nämlich, dass in Deutschland Schätzungen zufolge 2 bis 7 Menschen von 100 davon betroffen sind.

Aufgrund der Challenge habe ich mich intensiver mit dem Thema PTBS befasst, denn grundsätzlich hatte ich ein moralisches Problem bei der #22kill Push-Up-Challenge mitzumachen, da ich gegen Kriege bin. Ralf Gabler – Kraftathletiktraining, der die Challenge in Rottweil ins Rollen brachte, machte auf die Menschen in folgenden Berufen aufmerksam: Feuerwehrmänner, Polizisten, Sanitäter und andere, die durch dramatische Erlebnisse an PTBS erkranken. Ich entschloss mich, mitzumachen und während der Challenge mehr über die Krankheit herauszufinden. An PTBS leidet eine Vielzahl von Menschen, die in Kriegsgebieten leben, ihren Dienst tun oder wie auch immer unterstützen. Dramatische Erlebnisse haben aber nicht nur diese Menschen, sondern es sind viele Ereignisse, die PTBS hervorrufen. Darunter fallen Vergewaltigungen und Misshandlungen, Erlebnisse bei Naturkatastrophen wie Erdbeben, Hochwasser oder Tsunamis, schwere Unfälle und vieles mehr. Laut der Apotheken Umschau sind Schätzungen zufolge etwa 2 bis 7 Menschen von 100 einmal im Leben von PTBS betroffen – doch eine recht hohe Zahl, findest du nicht? Bei meiner Recherche jedoch legte ich den Fokus auf die Kinder.

Lange Zeit dachte man, dass Kinder und Jugendliche von traumatischen Erlebnissen weniger betroffen sind als Erwachsene

In dem PDF, PTBS bei Kindern und Jugendlichen von Rita Rosner, Eichstätt-Ingolstadt, und Regina Steil, Frankfurt heißt es sogar, dass die Folgen von Traumata bei Kindern möglicherweise stärker sind als bei Erwachsenen. Das ist ein weiterer Grund für mich, bei der Challenge dabei zu sein und vor allen Dingen auf die Krankheit aufmerksam zu machen! Und ich überlege bereits schon Tage, ob ich die Challenge nicht in  #17kids Push-Up-Challenge umbenennen soll. Warum, das erfährst du, wenn du weiter liest.

Die Ursachen von PTBS sind beispielsweise die Trennung von Bezugspersonen, der gewohnten Umgebung, der plötzliche Tod von Angehörigen, schwere Unfälle und Misshandlungen. In der Studie “Deutsche Traumafolgekostenstudie” wird darüber berichtet, dass es teilweise sehr schwer ist, bei Kindern eine Diagnose zu stellen, da die Krankheitssymptome sich von denen der Erwachsenen aufgrund der geistigen Entwicklung unterscheiden. Auf der Webseite des Kinder Trauma-Informations-Zentrums wurden in einer deutschen Studie 1035 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren untersucht, dabei konnten 22,5% von traumatischen Erlebnissen berichten und 1,6% erfüllten die Kriterien einer PTBS, das sind etwa 17 Kinder. Leider habe ich noch keine Informationen darüber gefunden, wo und wie man unterstützen kann. Vielleicht hast du ja einen Tipp für mich? Wie findest du nun die Idee, eine #17kids Push-up-Challenge zu aktivieren? Wenn du die Idee gut findest, dann mach mit und nutz zukünftig den Hashtag #17kids Push-UpChallenge.

Kinder sind unser wichtigstes Gut und je früher die PTBS vermutet und auch behandelt werden kann, umso weniger dramatisch sind die Folgen für das Kind und später als Erwachsener. Noch ein Grund mehr, auf PTBS hinzuweisen.

Doch welche Erfahrungen und Learnings konnte ich noch aus der Challenge ziehen und welche könnten dich persönlich weiterbringen?

Learnings der #22kill Push-Up-Challenge

Du siehst, auch du hast bereits etwas über die Krankheit erfahren und wenn du noch nie darüber gelesen hattest, hast du dein Wissen eben angereichert. ????Möglicherweise fällt dir ein Kind oder eine dir nahestehende Person ein, die darunter leidet? Und du kannst auf die Krankheit aufmerksam machen oder anders unterstützen?

Welche Herausforderungen erwarten dich, wenn du daran teilnimmst? Eine Herausforderung war es, die Videos zu produzieren, im Sinne von “vor der Kamera stehen”. Das war eine wirkliche Herausforderung! 22 Liegestütze zu machen, hatte ich mir bereits vor der Nominierung von Claus Wiest – Elektro und Service Wiest vorgenommen (Danke nochmals für die Nominierung, lieber Claus). Herausforderungen für mich und vielleicht auch für dich, wenn du dich an der Challenge beteiligst, sind:

  • offen der Challenge entgegenzutreten,
  • die Überwindung, sich vor der Kamera zu zeigen und zu sprechen,
  • die Videos auf Facebook zu veröffentlichen,
  • sich als Mutter und/oder Selbstständige die Zeit für das Filmen zu nehmen,
  • sich mit dem Schneiden der Videos zu befassen,
  • sich mit den Tools für das Schneiden auseinanderzusetzen,
  • sich Gedanken darüber zu machen, wo man die Push-Ups macht und vor allen Dingen wann,
  • den inneren Schweinehund zu überwinden und täglich 22 Liegestütze zu machen,
  • 22 Tage durchzuhalten und nicht einfach abzubrechen,

Wenn du an der Challenge teilnimmst, dann teil mir deine persönlichen Herausforderungen gerne unten im Kommentarfeld mit!

Absolut irre waren folgende Erfahrungen während der Challenge, PTBS bekannter zu machen

Der Wahnsinn während der Challenge war: Zum einen wurde ich auf alte Bekannte aufmerksam, die ich schon Ewigkeiten nicht mehr gesehen hatte, zum anderen entstand durch die Challenge eine enorme Dynamik! Auch die eine oder andere Mompreneur wie z.B. Jane Eggers von Jane Eggers Translations wurde aktiv mit ihrem Motto “What if…” (das Unerwartete zu suchen, neue Sachen auszuprobieren). Viele ChallengenehmerInnen in und aus Rottweil pushten sich und ermutigten sich gegenseitig auf Facebook und unter den Beiträgen. Teilweise trafen sich die Teilnehmer, um gemeinsam 22 Liegestütze zu machen. Eine Teilnehmerin schrieb, dass sie es großartig findet, welche Gemeinschaft dadurch entstanden ist. Bei einem Menschen entdeckten wir ein Supertalent als Comedian! (Andreas, bitte stell deine Videos auf Youtube!). Ich entdeckte eine Band aus Rottweil, die ich bisher noch nicht kannte und  deren Facebook-Seite ich hier verlinke: The Sirius Curse. Rottweiler, die mittlerweile irgendwo in Deutschland leben, haben sich daran beteiligt, kommentiert, die Videos gelikt und mitgemacht. Jeder hatte das gleiche Ziel: 22 Liegestütze pro Tag und Spaß dabei!

Nun stellst du dir die Frage: “Ja, und die eigentliche Sache? PTBS?” Das war auch mein Gedanke. Diejenigen, die bei der Challenge mitgemacht haben, haben sich darüber informiert. Sie tragen den Hintergrund der Challenge weiter, denn die Challengenehmer werden gefragt, warum sie das tun und erzählen über PTBS und über die 22 Soldaten, die sich täglich umbringen.

Nun möchte ich persönlich diese Challenge nutzen, um auf die Posttraumatischen Belastungsstörungen bei Kindern aufmerksam zu machen. Bei Kindern in Deutschland und auf der ganzen Welt, die

  • durch Misshandlungen,
  • durch die Trennung von Bezugspersonen oder der gewohnten Umgebung,
  • durch den plötzlichen Tod von Angehörigen,
  • durch schwere Unfälle,
  • durch Anschläge,
  • durch die vielen Kriegsgebiete,

häufig an Posttraumatischen Belastungsstörungen leiden. Und da frage ich mich: Wie kann ich weiter unterstützen? Unterstützen, dass PTBS bei Kindern frühzeitig erkannt wird, das Ganze aber mit Spaß und Freude zu transportieren? Warum also auf die alte Challenge nicht etwas draufsetzen und #17kids Push-Up-Challenge daraus generieren? Was denkst du?

unterschrift_iris_weinmann

 

Wie kannst du dabei sein?

  1. Nutz den #17kids Push-Up-Challenge.
  2. Nimm 17 Tage lang 17 Push-Ups auf Video auf und veröffentliche das Video auf Instagram oder Facebook und markier es mit dem Hashtag #17kids Push-Up-Challenge.
  3. Nominier täglich eine Person, die dasselbe machen soll.
  4. Wenn du einen Blog hast und der Inhalt thematisch passt, dann berichte darüber und teil deinen Blogbeitrag unten im Kommentarfeld.