Es war so herrlich. Letzte Woche Anfang August habe ich mich kurz entschlossen mich für ein Achtsamkeits- und Yoga Retreat anzumelden.

Aufmerksam wurde ich über einen Facebook Post von meiner Masterclass Kollegin Tina Klein – Achtsamkeitsschmiede.  Als ich das las und mich durchklickte, dachte ich: Oh ja, das wäre genau das Richtige für mich, um gut in meine Ferienwoche mit meinen Kindern zu starten und eine Auszeit für mich zu nehmen. Sie bot mit ihrer Kollegin ein 4 Tage Retreat im Hollerbühl Seminar- und Ferienhaus  im Schwarzwald an.

Das Universum hat es mir quasi vor die Nase gehalten. Ein Retreat wollte ich schon länger mal besuchen. Es steht auf meinem Visionboard und meiner Bucketlist. Und ja, ein Retreat im Schwarzwald fand ich super und hatte ich auch schon ein paar Mal darüber nachgedacht.

Für mich hat es sich absolut gelohnt, denn ich bin total erholt und mit Antworten auf meine Fragen am Sonntag nach Hause gefahren.

Ausblick auf den Schwarzwald.

Die Buchung und Anreise

Zwei Tage bevor das Retreat startete habe ich der lieben Tina eine Nachricht geschrieben, ob ich noch dazu stoßen kann. Und ja, es waren noch Einzelzimmer und zwei Retreat Plätze frei. Herrlich dachte ich. Fast hätte mir die KFZ-Werkstatt einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch es klappte alles hervorragend. Einziger Wehrmutstropfen, ich konnte erst einen Tag später am Freitagmorgen um 10:30 Uhr im Schwarzwald anreisen.

Ich freute mich wie Bolle, denn ich spürte, dass ich die Auszeit unbedingt für mich brauchte. Die Ruhe fehlte mir und ich wollte Klarheit für mich gewinnen und das geht nur, wenn ich zur Ruhe komme.

Freitag war schon ein wundervoller Tag. Ich wurde total freundlich empfangen. Wir haben Yogaübungen gemacht und auch eine Aufgabe bekommen, die wir tagsüber beantworten sollten. Nachmittags hatten wir Zeit für uns. Und da ich gerne schwimme ging zum Teich, 2 km weit entfernt von unserer Unterkunft. Dort traf ich in der Mitte des Waldteiches ein Teilnehmerin mit der ich eine Runde schwamm und nett unterhielt.

Herrlich erfrischend war es in diesem Teich zu baden – mitten im Schwarzwald

Am Abend trafen wir uns wieder zu einer Meditation und dem gemeinsamen Abendessen.

 

Samstag ein Tag in voller Stille

Auf diesen Tag freute ich mich am meisten. Einen Tag lang nichts reden. Sich mit niemanden austauschen aber trotzdem umgeben zu sein von Menschen. Das war so unglaublich schön. Der Start begann bei mir bereits um 6:00 Uhr. Denn ich traf mich mit einer Teilnehmerin zum Schwimmen. Wir liefen um 6 Uhr durch den Wald und schwammen einige Runden im Teich. So herrlich.

Um 7:30 Uhr ging es dann los. Wir wurden in die Stille eingewiesen. Wir frühstückten und wanderten in Stille. Es war einfach unglaublich, was ich alles an diesem Samstag mitgenommen habe. Wenn du mir schon länger folgst, weißt du, dass ich ein sehr offener Mensch bin und ich auch andere Wege gehe, als andere.  Als wir über eine grüne Wiese liefen hatte ich das Verlangen meine Schuhe auszuziehen und Barfuß zu laufen und genau das tat ich auch. Und es war so herrlich. Ich bin bestimmt 60% der Strecke Barfuß gelaufen. Warum zu einem Barfußweg gehen, wenn alles da ist an Abwechslung;-).

 

Erkenntnisse aus meinem Barfuß Experiment im Schwarzwald

Es waren nicht nur grüne angenehme feuchte Wiesen, die ich durchlief und die meine Füße spürten, sondern auch weicher Waldboden, Kieselsteine, Schutt und sehr große spitze Steine. So ähnlich wie in einem Barfußpark, nur etwas extremer. Während ich in Stille lief und mich auf den Weg konzentrierte war ich voll und ganz bei mir. Eine unglaubliche Erfahrung. Ich beobachtete mein Gefühle. Es war ein Wechselbad der Gefühle. Ein Grabstein im Wald erinnerte mich an die Geschichte meiner Urgroßmutter, die im Wald bei Baumfällarbeiten ums Leben kam. Und ja es kamen mir dann auch die Tränen, da es eine sehr traurige Geschichte ist. Es kamen Gedanken über die Frauen, die vieles auf sich nehmen ohne an sich zu denken und sich aufopfern, weil es ihnen so mitgegeben wurde. Ich roch den Wald. Dann kamen Abschnitte in denen ich absolute Dankbarkeit und Leichtigkeit spürte. Ich fühlte mich frei und voller Zuversicht.

Barfuß durch den Wald

Ich dachte über mein Leben und das meiner Familie nach. Über mein Business und meine Wunschkunden. Über die Fragen auf die ich Antworten suchte.

Bei einem Abschnitt mit großen spitzen Steinen hatte ich kaum eine Chance einen Fuß vor den anderen zu setzen. Dann schaute ich meine Schuhe an und dachte: “Iris, wenn es schwierig wird, darf man sich auch Unterstützung holen und annehmen.” Genau das tat ich. Ich zog meine Schuhe, meine Unterstützer, an. Und auf einmal lief es wieder leicht. Ich schwebte über die Steine hinweg. Eine Leichtigkeit überkam mich und es war alles im Flow.

Fazit: Im Leben und im Business läuft es nicht immer leicht. Wenn es schwierig wird dann hol dir Hilfe und nimm es an. Es ist in Ordnung.

Was mir noch aufgefallen war. Just in dem Moment als ich die Schuhe anzog und weiter lief, war ich im Außen. Ich habe wieder die Vögel, den Wald und die Menschen um mich herum wahrgenommen.

Für mich war das eine tolle Erfahrung und eine Bereicherung barfüßig in Stille mit einer Gruppe durch den Schwarzwald zu wandern.

Am Abend um 20:35 Uhr wurde die Stille aufgelöst. Wir sprachen über die unterschiedlichen Erfahrungen und Erkenntnisse, die jede der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemacht haben. Lustig fanden alle, dass wir die Bäume auch mal anfassen sollen. In dem Moment dachte wohl jeder das Gleiche: “Oh nein, bitte nicht die Bäume umarmen.”

Eine an Krebs erkrankte Frau hatte ihren Baum gefunden. Erst wollte sie nicht und dann sah sie den Baum und sah sich und ihr Leben in diesem Baum. Die eine Seite war krank und die andere Seite war gesund. Ihre Erkenntnis aus dem Tag war: Sie sollte weniger über ihre Krankheit sprechen, sondern über das was vor ihr liegt. Über ihre Ziele und Wünsche. Ich finde das ein sehr guter Ansatz. Sie setzt ihren Fokus anders. Verändert ihre Denkweise. Der Fokus liegt auf der Zukunft und nicht auf der Krankheit.

Jede betrachtete die Bäume und suchte sich ihren Baum aus

Meine Erkenntnis war bei einem Baum, wo viele Zweige abgebrochen waren und der Baum sich mit “Harz” verarztete: Wie bei uns Menschen, wir haben anstatt das Harz, das Blut das äußere Wunden heilt. Und wie unglaublich toll es ist, dass wir solche “Heilkräfte” haben. Bei einem anderen schlanken Baum, der umringt von anderen Bäumen war, so sah es für mich auf jeden Fall aus, dachte ich mir: “Oh, der hat Unterstützer um sich, die ihn bei einem starken Sturm schützen.

Und solche Gedanken und Erfahrungen hatten alle in irgendeiner Art und Weise. Andere wiederum nicht. Und das ist auch in Ordnung. Alles kann. Nix muss.

Ein schöner Anblick – Kühe die toben, essen und ihre Kälber füttern dürfen

 

Der letzte Tag im Schwarzwald war regnerisch

Im Gegensatz zu den anderen beiden Tagen an dem wir die Sonne genießen durften, war es am Sonntag sehr regnerisch. Am Morgen haben wir nochmals über die schriftlichen Aufgaben gesprochen. Es ging um die Werte in den unterschiedlichen Lebensbereichen. Wir haben 2er Gruppen gebildet und uns ausgetauscht. Die Werte spielen eine sehr wichtige Rolle im Leben und im Business. Die Übung fand ich spannend, denn wir suchten aus einer Liste die wichtigsten Werte heraus. Meine Teilnehmerinnen im DIY Visionboard Workshop erarbeiten ihre Werte und Ziele anhand ihres Visionboards. Dort sind die Werte in den Bildern und teilweise auch in den Begrifflichkeiten enthalten. Auch für mich eine gute Übung. Spannend war, dass manche Teilnehmerinnen sich unsicher über ihre Werte waren. Das ist übrigens nichts ungewöhnliches. Was fehlt ist einzig und allein Klarheit und die kommt über Gespräche und Selbstreflektion.

Nach diesem gemeinsamen Morgen, gab es noch ein leckeres gemeinsames Mittagessen. Dann fuhr ich nach Hause. Es war ein toller Aufenthalt mit ganz vielen Erkenntnissen für die ich unglaublich dankbar bin.

Hast du auch schon an einem Retreat teilgenommen?

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