Weißt du warum du handelst, wie du handelst? Kennst du denn Sinn deines Lebens oder deine Berufung? Nein? Dann wird es Zeit endlich zu erfahren, warum du tust, was du tust! Denn es ist dein Lebenselixier und wichtig für deine Selbstständigkeit!

In den letzten Jahren lief es mit meiner Selbstständigkeit recht gut. Wie wohl jede Selbstständige hatte ich Höhen und Tiefen. Doch ich hätte mir einiges ersparen können. Denn heute bin ich felsenfest davon überzeugt, dass wenn ich mich mit dem Basiswissen Selbstständigkeit, das bedeutet mit folgenden Themen beschäftigt hätte Grundmotive, Glaubenssätze, Ziele, Vision, Lieblingskunden und Nische, dann hätte ich mir einiges an Zeit, Geld und vielen trüben Tagen ersparen können.

Heute bin ich glücklich darüber, dass ich mir immer wieder Gedanken über den Sinn meiner Selbstständigkeit bzw. meines Tuns gemacht habe und vor allen Dingen das Suchen nicht aufgegeben habe! Doch dies hat mich immens viel Zeit gekostet, die ich dir gerne von vornherein ersparen möchte! Mein Rat an dich, bevor du mit deiner Selbstständigkeit anfängst: “Beschäftige Dich mit dem Basiswissen Selbstständigkeit. Denn nichts ist wichtiger als von Anfang an zu wissen, wohin du willst und das mit einer Leidenschaft, die dich unverwechselbar macht! Es ist die Grundlage deines Erfolgs!”

Heute möchte ich dir meine Lebensgeschichte erzählen! Und dich dabei unterstützen, deine aufzuschreiben und deine Grundmotive zu finden! Denn als ich mir Gedanken über mein Leben gemacht habe und ich mir die Frage gestellt habe: „Warum ich was in meinem Leben gemacht habe, habe ich endlich den Sinn meines Lebens und meiner Selbstständigkeit entdeckt!“ Und ich kann dir nur empfehlen, das gleiche zu tun! Ansporn dazu war ein Buch „Die Kunst seine Kunden zu Lieben“ von Stefan Merath, das mir Mario Schneider von Spreadmind ausgeliehen hat. Dem ich übrigens dafür sehr dankbar bin!

Warum ich so handle, wie ich handle! Die Suche nach dem Grundmotiv für eine erfolgreiche Selbstständigkeit!

Eigentlich wollte ich immer in einem sozialen, handwerklichen oder kreativen Beruf arbeiten. Doch meine Eltern meinten, wie es damals und leider heute noch ist: “Lerne einen sicheren Beruf, bei dem du Geld verdienst und einen sicheren Job (was ist heutzutage schon sicher) hast. Meine eigentlichen Berufswünsche gingen damals in Richtung Sportlehrerin, Sozialpädagogin, Friseurin, Krankenschwester, Mode-Designerin, Schauspielerin, Sängerin, Arzthelferin oder Psychologin. Du siehst, ich war etwas unentschlossen. Meine damalige Entscheidung: Ausbildung zur Industriekauffrau und später Diplom technische Betriebswirtin mit der Fachrichtung Controlling, Steuern und Rechnungswesen!?

Warum ich mich damals für die Ausbildung als Industriekauffrau entschied, liegt auf der Hand. Es waren unterschiedliche Meinungen, Glaubenssätze und Überzeugungen, die mich in diese Richtung marschieren ließen. Damals fand ich total cool, dass ich irgendwann Business Klamotten tragen durfte. Natürlich war mir die Anerkennung und das Lob meiner Eltern ebenfalls sehr wichtig.

Nach der Ausbildung, war ich zwei Jahre als Fertigungssteurerin tätig. Ich hatte lange Arbeitszeiten, viel Verantwortung und jede Menge Herausforderungen. Alle fanden, dass ich einen guten Job machte! Doch als ich ungefähr eineinhalb Jahre gearbeitet habe, wurde es mir zu langweilig. Ich dachte: “Das kann es wohl nicht gewesen sein”. Ich entschied mich für ein Studium. Meine Gedanken gingen wieder Richtung „Sozialpädagogik“. Doch unterschiedliche Meinungen drängten mich dazu BWL (Passt ja so gut zum vorherigen) zu studieren. Mein Wunsch war es BWL mit der Fachrichtung Marketing zu studieren, doch ihr wisst schon Meinungen…. Die Marketingvorlesungen besuchte ich trotzdem.

Warum ich ein Studium anhängte. Es fehlten mir die Herausforderungen, der Sinn der Arbeit und ich wollte mehr vom Leben! Mehr sehen, mehr erleben, mehr lernen, mehr Wissen aufbauen und meinen Weg finden!

Warum hast du dich für ein Studium entschieden oder auch nicht? Was waren deine Beweggründe dich für einen Meilenstein zu entscheiden oder zu unterbrechen? Warum hast du dich für deinen Beruf entschieden oder gegen einen Traumberuf?

Nach dem Studium wollte ich ursprünglich für eine soziale Organisation arbeiten

Mein Traum war es eigentlich für eine soziale Organisation zu arbeiten. Nämlich für die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit, das hat leider nicht geklappt. Warum ich für die Organisation arbeiten wollte, war, dass ich gerne Reise, andere Kulturen liebe, gerne andere Länder und Menschen kennen lerne und ich einen Teil zur Gesellschaft/Gemeinschaft beitragen hätte können. Gerechtigkeit ist für mich ein wichtiges Thema.

Ups, I did it again: Ich entschied mich nach dem Studium für einen Automobilzulieferer als Key-Account Managerin zu arbeiten und kündigte während der Probezeit. Ich entschied mich für den Automobilzulieferer und gegen das IT Unternehmen. Beim Automobilzulieferer hatte ich das Gefühl einen sicheren Job zu bekommen. Zum einen, beängstigte mich die Offenheit des IT-Unternehmens und zum anderen, war ich der Meinung als Key-Account-Managerin zu arbeiten wäre spannend und herausfordernd. Danach war ich kurz selbstständig und habe für ein Leiharbeitsunternehmen gearbeitet. Da ich auf eigenen Beinen stehen, ich nicht zum Arbeitsamt gehen und ich meinen Eltern nicht schon wieder auf der Tasche liegen wollte! In diesem Fall ging es, um die finanzielle Unabhängigkeit, Selbsttändigkeit und -verwirklichung.

Dann erhielt ich vom Geschäftsführer des IT-Unternehmens, nochmals eine Chance. Das war unglaublich! Im Vertrieb gestartet bin ich 3 Monate später ins Consulting Team gewechselt. Und das war richtig spannend, denn es ging um die neuen Medien! Zu Beginn war ich sogenannter Tester! Ich habe Use Cases geschrieben, später Wirerframes erarbeitet und dann die Projektleitung übernommen. Das Team war super, wir erhielten viel Anerkennung (Grundmotiv). Wir sind vom Vorstand des Verlages gepusht worden. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Ich habe viel neues lernen dürfen und das komplette Projekt war eine Herausforderung. Nach dem Großprojekt hatte ich kleinere und mittlere Projekte geleitet und die Frage war:”Wie soll es weitergehen?”, “Was ist der Sinn meiner Arbeit?”, “Was möchte ich tun”? Die Fragen konnte ich beiseite schieben, denn Gott-sei-Dank wurde ich schwanger! 

Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht? Vielleicht ganz andere? Was waren deine Handlungsmotive?

Innerhalb 3 Jahren habe ich zwei Kinder auf die Welt gebracht und wurde selbstständig!

Während der ersten Elternzeit in München wollte ich mich schon selbstständig machen und habe nach Ideen für die Selbstständigkeit gesucht. Ich hatte unterschiedliche Ideen und mit meiner besten Freundin besprochen. Auch ich wollte schon, wie viele andere, ein Mutter-Kind-Cafe, eine private Kindertagesstätte und/oder Babyschwimmen anbieten. Denn damals wurde mir bewusst, dass ich höchstwahrscheinlich keine Chance habe auf eine Karriere in einem Unternehmen.

Während der zweiten Schwangerschaft zogen wir in meine Heimatstadt und ich arbeitete weiterhin für das Unternehmen, das mittlerweile einen Standort 80 km weiter von Rottweil eröffnete. Während der zweiten Elternzeit ging das Spiel von vorne los. Ich überlegte, was kann ich tun? Ich habe mich beworben, doch keine Arbeit gefunden! Damals hatte ich das Gefühl, dass die Personalleiter eine Mutter mit zwei Kindern nicht einstellen wollten. Ich habe mich selbstständig gemacht, weil man mir es nicht zugetraut hat als Mutter von zwei kleinen Kindern (1 Jahr und 3 Jahre alt) Vollzeit zu arbeiten. Quasi aus der Not heraus! Damals wollte ich es allen zeigen, dass es geht einen herausfordernden Job zu meistern. Meine Grundmotive waren in diesem Fall finanzielle Unabhängigkeit und die Anerkennung.

Du kennst nun einen Teil meiner Geschichte. Ich hatte unterschiedliche Handlungsmotive in meiner Geschichte aufgedeckt, doch eines zieht sich durch meine gesamte berufliche Laufbahn und das ist die Selbstverwirklichung. Ich war nie zufrieden mit dem Beruf, ich lies mich von anderen leiten, ich fühlte Langeweile und Unzufriedenheit in den Berufen in denen ich gearbeitet hatte. Heute sieht es anders aus! Ich bin angekommen, freue mich auf meine Selbstständigkeit und die Verwirklichung meiner Ziele. 

Was dachtest du, welches Grundmotiv dahinter steckt? Hast du es erkannt? Hast du deines heute nach dem du deine Geschichte aufgeschrieben hast gefunden? Wie geht es dir dabei? Oder bist du noch dabei?