Am Samstag war ich mit meiner Tochter noch Zeitschriften kaufen für unsere Visionboard Silvesterparty und mir viel eine Zeitschrift in die Hände, die ich noch nie gesehen hatte. Darin war eine wirklich schöne Weihnachtsgeschichte enthalten, die mich sehr faszinierte und die ich gerne weitertrage, denn es geht ums Wünschen.

Auszeit, heißt die Zeitschrift. In der Ausgabe 06/2018 schrieb die Autorin Conny Thaler  über “Nichts ist unmöglich” und über die eigenen Wünsche, die man erst mal haben muss. Sie schreibt weiter, dass Wünschen verbindet und das ist auch meine Erfahrung.

Doch nicht nur das, Wünschen gibt auch Kraft und eine positive Energie. Wenn der Wunsch groß genug ist, dann tut man alles dafür, dass er in Erfüllung geht. Neben der eigenen Tatkraft, braucht es auch manchmal eine glückliche Schicksalsfügung, wie die folgende schöne Weihnachtsgeschichte zeigt.

Die Geschichte ereignete sich im Januar 1949, kurz nach Kriegsende. Der Vater der Autorin war eines der Schulkinder.

Nach den Weihnachtsferien fanden sich die Zweitklässler in ihrem Klassenzimmer in Innsbruck wieder ein. Die Klassenlehrerin begrüßte die Schüler und fragte: “Hat denn das Christkind all Eure Wünsche erfüllt?” Die Kinder erzählten wohl alle ganz aufgeregt, was sie alles bekommen hätten. Da es in der Nachkriegszeit gewesen war, wurden Grundbedürfnisse, aber auch Sonderwünsche erfüllt, je nach materieller Machbarkeit.

Die Kinder in der Klasse bekamen Schokolade, Wollhandschuhe, Wintermützen, Teddybären, Äpfel, Birnen und sogar Orangen beschert. Nachdem die Kinder voller Freude mitgeteilt haben, was das Christkind alles gebracht hatte, fragte die Lehrerin nach, ob alle zu Wort gekommen seien. Zwei Buben verneinten.

Der erste Junge berichtete stolz, dass das Christkind ihm ein Schwesterlein geschenkt hat. Alle Kinder und die Lehrerin spürten, dass es sich hierbei um ein wunderbares und unbezahlbares Geschenk auf einer ganz anderen Ebene handelt und freuten sich mit dem Jungen.

Der andere Junge berichtete stotternd und mit Tränen in den Augen, dass das Christkind seinen Vater zurückgebracht hat – aus russischer Kriegsgefangenschaft. Alle in der Klasse hatten Tränen der Freude und des Mitgefühls für den Jungen in den Augen. Denn der Herzenswunsch, des Jungen wurde erfüllt.

Ich denke ich habe dir nicht zu wenig versprochen. Die Weihnachtsgeschichte hat mich sehr bewegt. Zum einen zeigt sie auf, wie wichtig es ist Wünsche zu haben und wie schön es ist, wenn sie erfüllt werden, aber auch, dass immaterielle Herzenswünsche wichtiger sind, als materielle und, dass wir uns dessen immer wieder bewusst sein sollten.

Ich wünsche dir nun eine glückliche und besinnliche Weihnachtszeit mit deinen Lieben und freue mich über weitere schöne Wunschgeschichten.

Deine Iris